BauSV 1/2026


Baurecht

Collage: Im Vordergrund ist ein Energieausweis eines Gebäudes abgebildet, im Hintergrund ein Mehrfamilienhaus mit historischer Fassade.
Abb. 2: Obwohl der Energieausweis bereits 2007 eingeführt wurde, sind noch immer Irrtümer und falsche Hoffnungen damit verbunden [Collage und Foto: M. Tuschinski]

25 Jahre Vorschriften in der Praxis

Energie einsparen nach EnEG, EnEV, EEWärmeG, GEG, GEIG und WPG


Erfahrungen des Experten-Portals GEG-info | EnEV-online mit der Online-Information, Publikationen und Praxishilfen für Bausachverständige, Architekten, Planer und Energieberater – ein Über-, Rück- und Ausblick.

Seit über 25 Jahren bietet das Experten-Portal GEG-info | EnEVonline Unterstützung und Praxishilfen für Bausachverständige, Architekten, Planer sowie Energieberater. Aus dem EU-Projekt RENARCH (Erneuerbare Energie in der Architektur) hervorgegangen, schlägt das Portal eine Brücke von den energiesparrechtlichen Regeln für Gebäude zum Beraten und Planen in der Praxis. Der nachfolgende Beitrag zeigt, wie Irrtümer zu den Regeln der Energieeinsparung aufgeklärt und durch anschauliche Praxisbeispiele illustriert werden.


1. Das Jahr 2000 als Meilenstein

Wer schon länger dabei ist, erinnert sich an die optimistischen Erwartungen zur ersten Energieeinsparverordnung (EnEV 2000). Sie versprach, die bis dahin parallel geltende Wärmeschutzverordnung (WSchVO 1995) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV 1998) abzulösen. Bautechnik und technische Anlagen eines Gebäudes sollten erstmals gemeinsam betrachtet werden. Doch es dauerte noch zwei weitere Jahre, bis die Verordnung fast zeitgleich zur ersten EU-Gebäuderichtlinie (GebRL 2003) fertiggestellt war.

Als die EnEV 2002 endlich am 1. Februar 2002 in Kraft trat, eröffnete sie zahlreiche Fragen unter den professionellen Anwendern. Die Autorin nahm dies seinerzeit zum Anlass, im Rahmen des Internetportals EnEV-online.de einen vier Monate dauernden Onlineworkshop für betroffene Fachleute anzubieten. 120 Teilnehmer waren online dabei, überwiegend Statiker.

Die Autorin beantwortete zusammen mit anderen Experten die Fragen zu insgesamt 77 Praxisbeispielen. Politik und Medien hatten die Hoffnung geschürt, dass zur EnEV ab sofort die Architekten selbst – und nicht wie bisher die Statikexperten – die Energienachweise ausarbeiten würden. Doch die Praxis sah dann anders aus. Heute sind viele Experten – Bausachverständige, Bauphysiker und Tragwerksplaner – auf die GEG-Nachweisberechnung spezialisiert.


2. Die Regelungen im Experten-Portal

Alle relevanten energiesparrechtlichen Vorschriften wurden im Laufe der Jahre – in den entsprechenden Versionen – als nicht amtliche Texte im Experten-Portal aufgenommen und im HTML-Format miteinander verlinkt. Im Dschungel der Regelwerke war besonders hilfreich, die jeweiligen Änderungen durch neuere Fassungen optisch nachvollziehen zu können, so vor allem zu

  • EnEG: Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden (Energieeinsparungsgesetz – EnEG)
  • EnEV: Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung – EnEV)
  • EPDB: EU-Gebäuderichtlinie (bekannt unter dem englischen Kürzel EPBD): Richtlinie 2010/31/EU des Europäischen Parlaments und des Rates über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden
  • EEWärmeG: Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – EEWärmeG)
  • GEG: Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz – GEG)
  • GEIG: Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität* (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG)
  • WPG: Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz – WPG).


Den ganzen Beitrag können Sie in der Februar-Ausgabe von »Bausachverständige« lesen.
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